Konzert- & andere modische Tücken


Zugfahrten

Wer kennt das nicht? Sehnsüchtig wartet man auf ein Ereignis, wochenlang, tagelang - und dann endlich ist es soweit - der große Tag ist da. Und plötzlich? Geht alles schief, aber wirklich alles und man wünschte sich, man wäre gar nicht aufgestanden, hätte nie dieses Vorhaben gehabt oder Tickets verschenkt. So jedenfalls erging es mir. Das Ereignis des Jahres stand an, das "Highfield Festival" in Thüringen. Und um die Sache perfekt zu machen, entschloss sich die Sonne endlich dazu ihre Hitze auch hier unten auf der Erde unter Beweis zu stellen.

Doch was war das? Beim packen stellte ich voller Entsetzen fest, dass meine Sommersachen im letzten halben Jahr gefastet hatten. Sie hatten dramatisch an Umfang verloren und wollten mir partout nicht passen! Hektik brach aus. Wo sollte ich auf die Schnelle neue Röcke herbekommen? Wahlos wurde eingekauft und alles landete gezielt im Koffer, der Koffer ebenso gezielt ersteinmal neben dem Auto und zum Glück schließlich noch im Gepäckfach des Zuges - den ich um ein Haar verpasst hätte. Ich war gestreßt, müde und schlief tief in Gedanken versunken ein. Der Zug bremste! Wir waren da! Ich jauchzte. Wir waren ... - nicht da, sagte mir der Blick aus dem Fenster und sogleich ertönte die wohltönende Stimme des Zugführers. "Sehr geehrte Damen und Herren, aufgrund von Problemen an den Bremsen müssen wir für eine ungewisse Zeit halten. Wir bitten um ihr Verständnis!"

Wie? Halten? Hier? Hier war nicht einmal ein Bahnsteig! Verständnis? Nein - sicher nicht! Die ältere Dame mir gegenüber fing meinen Blick auf, verständnisvoll zwinkerte sie mir zu. Ich lächelte. Ein Fehler. Die nächste Stunde Standzeit und die darauffolgenden zwei Stunden Fahrzeit verbrachte ich damit der Lebensgeschichte von Miss Sixty zu lauchen. Niedergeschlagen, müde und demotiviert kam ich schließlich in Weimar an. Anschlusszug verpasst, zwei Stunden warten.

 

 

 

Der Himmel ist ... grau

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Da stand ich nun endlich. Ich hatte mein Ziel erreicht. Jedenfalls fast. Nur noch ein paar Meter trennten mich von meiner Unterkunft. Dank modernster Technik fand ich den Weg recht schnell, doch das hellt meine Stimmung herzlich wenig auf. Ich war spät, viel zu spät. Ich würde kaum Zeit haben zu verweilen, denn das Festival war schon im vollen Gange. Der Plan war einfach. Sachen abstellen, Sonnbrille suchen und los.

Als ich eine halbe Stunde später das Hostel verließ stockte mir der Atem. Der Himmel war... grau! Wind peitschte mir ins Gesicht und ließ mich bibbern. Ein Gewitter zog auf.

 


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